Sprachaufenthalt in England: Tipps für gutes Gelingen

Wie man während eines Sprachaufenthaltes in England mehr lernt, mehr Fortschritte macht und mehr Spass hat: einige Erfahrungswerte.

Klicken Sie auf die folgenden Tipps um mehr zu erfahren:

Wohnen Sie eher bei einer Gastfamilie als in einer Residenz

In einer Gastfamilie pflegen Sie in der Regel deutlich engere Kontakte zum Gastland. Zudem sind Residenzen oft teurer als der Aufenthalt bei Gastfamilien. „Paying Guests“ haben in England eine lange Tradition. Sie werden sich hier gut aufgehoben fühlen. Der Vorteil von Residenzen: Sie sind unabhängiger – möglicherweise entspricht das mehr Ihrem Naturell. Wägen Sie im Vorfeld die Argumente gut ab und entscheiden Sie sich für die Unterkunftsform, die Ihnen am meisten zusagt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihre Agentur. Sie hilft Ihnen gerne. Beispielsweise dabei, eine Familie zu finden, die gut zu Ihnen passt.

Verbringen Sie viel Zeit mit der englischen Gastfamilie

Je mehr Kontakt Sie pflegen mit Ihrer Gastfamilie, umso mehr an Landeskultur und Sprachfortschritt nehmen Sie mit. Die Familien sind für einen Austausch offen – und stellen sich unter anderem auch aus diesem Grund zur Verfügung. Bieten Sie beispielsweise Ihre Hilfe an beim Abwaschen. Erzählen Sie von Ihrem Heimatland und seinen Gebräuchen. Spielen Sie mit den Kindern. Schauen Sie gemeinsam mit der Familie fern. Achten Sie aber immer darauf, ob das Timing gut und ob es nicht vielleicht besser wäre, sich erst einmal ein wenig zurückzuziehen und später wieder auf die Familie zuzugehen. Kontaktieren Sie Ihre Gastfamilie idealerweise schon im Vorfeld. Gastfamilien freuen sich darüber und werten frühere Lebenszeichen als gutes Zeichen. Ein vorgängiger Kontakt ermöglicht Ihnen, sich kennenzulernen und Fragen des Zusammenlebens zu klären.

Informieren Sie sich im Vorfeld gründlich

Je besser Sie vorbereitet sind, umso mehr werden Sie vom Sprachaufenthalt in England profitieren. Erkundigen Sie sich bei der vermittelnden Agentur, sie kennt sich vor Ort aus – oder suchen Sie im Web. Die meisten Buchhandlungen haben gut sortierte Reiseabteilungen, vielleicht werden Sie auch hier fündig (neben reinen Reiseführern empfiehlt sich auch die Lektüre von Romanen rund um Ihren Zielort). Bei Interesse vertiefen Sie sich in Politik, Wirtschaft und Kultur des Gastlandes. Auch Reisezeitschriften können hilfreich sein, etwa Geo Spezial oder Merian. Lesen bereichert und macht Sie zu einem interessanten Gesprächspartner.

Zielen Sie auf ein international anerkanntes Sprachdiplom ab

Es ist nützlich und hilfreich, auf ein Ziel hin zu lernen. Sie wissen so, worauf Sie hinarbeiten – und Sie erhöhen Ihre Karrierechancen. Neben First, Advanced und Proficiency als Klassikern existieren weitere mögliche Abschlüsse, für nahezu jedes beliebige Sprachniveau. Ihre Agentur informiert Sie gerne.

Stellen Sie ein Budget für Ihr Taschengeld auf

In der Regel ist im Sprachschul-Arrangement neben dem Unterricht das Übernachten mit Halbpension inbegriffen. Die restlichen Kosten übernehmen Sie selbst. Machen Sie sich früh Gedanken über Ihr persönliches Budget – damit es später vor Ort nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt. Bewährt haben sich 80 bis 120 britische Pfund pro Woche (rund 150 für London).

Tauchen Sie ganz in das englische Leben ein

Werden Sie während Ihres Sprachaufenthaltes zu einer echten Engländerin oder einem veritablen Engländer. Gehen Sie ins Kino. Smalltalken Sie auf der Strasse, in Läden, an Bushaltestellen, in Restaurants (die Engländer sind offen und kontaktfreudig; nicht vergessen, immer wieder ein „Thank you“ oder „Please“ einzustreuen – solche soziale Schmiermittel sind hierzulande wichtig). Lassen Sie sich vom Fernseher oder Radio berieseln. Schauen Sie englische Newssendungen. Lesen Sie die englische Tagespresse und einheimische Magazine (viele Sprachschulen haben eine eigene Bibliothek, die niveaugerechte Lektüre führt). Oft steht auch in der Freizeit ein Sprachlabor zur Verfügung, in dem Sie üben und Ihre Kenntnisse vertiefen können.

Sprechen Sie mit deutsch sprechenden Studentinnen und Studenten auch in der Freizeit englisch

Versuchen Sie, konsequent englisch zu sprechen. Hilfreich hierbei: Bilden Sie eine Clique, in der mindestens ein Teilnehmer nicht deutsch spricht. So sind Sie gezwungen, sich auf Englisch zu unterhalten. Vereinbaren Sie einen Penalty, wenn dennoch deutsch gesprochen wird. Zum Beispiel so: Die Strafe in Form eines kleinen Geldbetrages wandert in einen Pot – wenn der voll ist, geht man gemeinsam essen. Es ist insgesamt empfehlenswert, sich mit anderen Nationalitäten zu mischen. Sie bereichern so Ihren Aufenthalt und erweitern Ihren Horizont. Auch bei vordergründig wenig lehrreichen Veranstaltungen wie einem gemeinsamen Pub-Besuch...

Begrenzen Sie Ihre sozialen Internet-Aktivitäten

Facebook, Skype, WhatsApp und Ähnliches mögen über Heimweh hinwegtrösten – da hier aber meist in der Muttersprache kommuniziert wird, sind sie dem Erfolg des Sprachaufenthalts wenig zuträglich. Konzentrieren Sie sich vielmehr auf Ihre neuen Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Ihre Freunde im Heimatland werden es verstehen – und sich über spannende Geschichten freuen, die Sie nach der Rückreise zu erzählen haben.

Erkunden Sie die Gegend

Nehmen Sie an den angebotenen Exkursionen teil oder erkunden Sie die Gegend. Lassen Sie sich Naturschönheiten und kulturelle Sehenswürdigkeiten Ihres Gastlandes und Gastortes zeigen. Schliessen Sie sich mit anderen Studentinnen und Studenten zusammen und machen Sie sich in der unterrichtsfreien Zeit mit Land und Leuten vertraut. Vielleicht interessiert Sie ein organisierter längerer Ausflug, etwa nach Cornwall oder Schottland. Solche Ausflüge (bis hin zu mehrtägigen Reisen) werden teilweise auch direkt von den Sprachschulen angeboten und durchgeführt.

Profitieren Sie vom kulturellen Angebot

England ist bekannt für sein reichhaltiges kulturelles Angebot. Zur Auswahl stehen Musicals, Museen, Konzerte aller Art, Ausstellungen, Clubs und Events. Und falls es Sie in die Mutter aller Städte zieht – nach London: Warum nicht ein Wochenende oder einige Ferientage reservieren und gemeinsam mit Freunden „the cool of Britannia“ geniessen? Kultur und Konversation, eine lehrreiche und lange nachwirkende Mischung. Entgegen anderslautender Vorurteile ist auch die Kulinarik  weit entwickelt – probieren Sie doch einfach mal einige der regionalen und der vielen internationalen Spezialitäten.